Worum geht es?
Um eine Webseite zu betreiben, benötigst du zwei Dinge: eine Domain (die Webadresse, bei dieser Seite hier baschwa.de) und einen Speicherplatz auf einem Server (auf dem die Inhalte gespeichert werden).
Vorteile einer Trennung von Domain und Hosting
Es gibt für eingefleischte Internet-Gurus sicherlich Gründe, Domain- und Web-Hosting zu trennen.
Eine Tennung bietet mehr Flexibilität, es besteht bei größeren oder aufwendigern Projekten die Möglichkeit eines besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses und es kann eine höhere Sicherheit gegeben sein.
Dafür ist der Verwaltungsaufwand höher um das Ganze effektiv zu betreiben.
Eine erhöhte Ausfall-Sicherheit wird auch gerne als Vorteil erwähnt, allerdings kann ich gerade das bei meinem aktuellen Projekt nicht bestätigen.
Die Vorteile, Domain und Hosting bei einem Provider zu betreiben
Insbesondere für "normale" Webseiten-Betreiber halte ich es für sehr erstrebenswert, nur einen Vertragspartner zu haben.
Auch lege ich großen Wert darauf, dass meine Kunden ihre Verträge selber abschließen, ich fungiere nicht als Reseller. Die Zugangsdaten liegen somit grundsätzlich bei meinen Kunden.
Wenn es - so wie im unten beschriebenen aktuellen Fall - Probleme gibt, hat man einen Ansprechpartner, der die Dinge in Ordnung bringen muss und keine zwei Provider, die sich gegenseitig den schwarzer Peter zuschieben können.
Die aktuellen, großen Anbieter haben eine hohe Ausfall-Sicherheit, bieten in der Regel einen sehr guten Support und haben Angebote für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle im Angebot.
Mein aktueller Fall
Ich habe vor einer Woche die Betreuung einer hoffnungslos veraltenten, einfachen WordPress-Seite übernommen und sie auf einen aktuellen Stand gebracht. Sowohl die PHP-Version als auch die WordPress-Installation waren seit Jahren nicht aktualisiert worden.
Die eigentliche Aufgabe war rasch erledigt, aber dann tauchten regionale Probeme mit der Erreichbarkeit der Seite auf. Ich war für einige Zeit in Süddeutschland und hatte dort die Seite aktualisiert. Zurück in Norddeutschland war die Seite nicht mehr erreichbar.
Es hat sich herausgestellt, dass der ehemalige Webmaster die Domain bei einem Provider offenbar über einen Reseller-Vertrag gebucht hatte und das Webhosting bei einem anderen Provider liegt.
Nun ergaben sich - warum auch immer - Probleme mit den DNS-Einträgen des Nameservers. Es hat dort Änderungen geben und die DNS-Einträge stimmten nicht mehr.
Leider hat es der ehemalige Webmaster versäumt, dem Kunden die Zugangsdaten zum Domain-Hoster mitzuteilen, als er die Firma aufgegeben hat. Er hat ihm nur die Zugangsdaten zum Webhosting übergeben.
Mein Kunde kommt also nicht an den Domain-Provider heran, weil sein ehemaliger Webmaster nicht mehr erreichbar ist.
Dieser Vorgang hat mich dazu gebracht, zu recherchieren, warum die Domain und das Hosting bei unterschiedlichen Providern laufen.
Fazit
Ich empfehle meinen Kunden für ihre Projekte ein passendes Webhosting-Paket inkl. Domain-Hosting bei einem der großen deutschen Provider zu buchen.
In all den Jahren seit 2010 ist mir damit nie ein vergleichbares Problem begegnet, egal bei welchem Provider der Kunde seine Seite betreibt.