Wenn du ein Pferd verkaufen möchtest, sind gute Fotos elementar wichtig.
In einer Verkaufsanzeige ist das Aufmacher-Bild der erste Eindruck, der darüber entscheidet, ob die Anzeige angeschaut wird oder nicht.
Unscharfe Bilder, ungünstige Perspektiven oder Bilder, auf denen das Pferd kaum zu erkennen ist, sind ungeeignet und verschlechtern die Verkaufs-Chancen deutlich.
Handy-Fotos
Handy-Fotos sind nicht grundsätzlich ungeeignet, um ein Pferd gut darzustellen, aber es gibt ein paar Dinge zu beachten.
Moderne Smartphones haben häufig eine wirklich gute Kamera mit der man sehr gute Bilder machen kann.
Es gibt dabei allerdings zwei Knackpunkte:
- scharfe Bilder bei Pferden in der Bewegung
- verzerrte Bilder durch die geringe Brennweite
Scharfe Bilder / Bewegungsbilder
Bei den meisten Handys werden die Einstellungen von der Software im Handy automatisch festgelegt. Bei manchen Geräten kannst du sie beeinflussen, aber meistens ist das nicht der Fall.
Für Bilder, die ein Pferd in der Bewegung zeigen benötigst du eine kurze Belichtungszeit, damit das Bild nicht verwackelt.
Falls du sehr gute Lichtverhältnisse hast, wird die Software automatisch auch eine kurze Belichtungszeit wählen.
Wenn das Pferd sich darüber hinaus gut vor dem Hintergrund abhebt, wird die Software im Handy es wahrscheinlich auch gut scharf stellen können.
Wenn diese Bedingungen zutreffen, kannst du auch mit einem Smartphone gute Bilder bekommen.
Verzerrung / Brennweite
Ein wesentlicher Nachteil von Handy-Aufnahmen ist die gerine Brennweite - ein Handy nimmt ein Weitwinkel-Bild auf.
Dadurch werden die Bildränder verzerrt, zum Beispiel hat das fotografierte Pferd dann extrem lange Eselsohren.
Aus diesem Grund eignet sich das Smartphone nicht dazu, Nah-Aufnahmen oder Portraits eines Pferdes zu fotografieren.
Anbei 2x das gleiche Pferd. Das erste Bild ist mit dem Handy aufgenommen - das Pferd hat Ohren wie ein Esel. Das zweite Bild wurde mit einer Spiegelreflex-Kamera und einem passenden Objektiv aufgenommen - die Ohren passen und entsprechen der Realität (© Melanie Groger).


Eine "richtige" Kamera
Mit einer Kamera, z.B. einer Spiegelreflex-Kamera oder mit einer modernen System-Kamera, kannst du sehr viel einfacher wirklich gute Bilder deiner Pferde machen.
Dafür musst du dich mit der Technik beschäftigen und die richtigen Einstellungen vornehmen.
Zu diesem Thema habe ich HIER, in meinem Blog rund um Fragen (nicht nur) zum arabischen Pferd, einen ausführlichen Beitrag verfasst.
Letztendlich ist das natürlich auch eine Geld-Frage. Ein Smartphone wirst du besitzen, eine Kamera mit passenden Objektiven ist eine weitere, zusätzliche Investition.
Ein professioneller Fotograf
Es hat viele Vorteile, eine professionellen Fotografen / Fotografin zu engagieren.
- er/sie hat i.d.R. eine professionelle Fotoausrüstung
- er/sie beherrscht seine Kamera
- er/sie weiss, welches Objektiv er für welche Situation benötigt
- er/sie kann mit den Kamera-Einstellungen gezielt und bewusst eine gewünschte Stimmung erzielen
- er/sie kann die Bilder abschließend mit Software optimieren, den Bildausschnitt sowie Belichtung und sonstige Einstellungen optimieren.
Der wesentliche Nachteil eines professionellen Fotografen ist die Terminvereinbarung. Termine müssen meist mehrere Wochen im Voraus gebucht werden.
Niemand kann vorher sagen, wie dann das Wetter sein wird.
Und wenn man spontan bzw. kurzfristig Bilder benötigt, wird das häufig nicht passen.
Also was tun?
Es spricht nichts gegen Handy-Bilder für deine Verkaufspferde, wenn du dir die oben beschriebenen Einschränkungen bewusst machst.
Bessere Bilder bzw. Bilder die dein Pferd vorteilhaft darstellen, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach von einem professionellen Fotografen erhalten.
Falls du häufiger Bilder von deinen Pferden benötigen solltest, wird es sich wahrscheinlich lohnen, in eine ordentliche / semi-professionelle Fotoausrüstung zu investieren. Vorauassetzung dafür ist aber, dass du bereit bist und die nötige Zeit aufbringen kannst / willst, um dich in das Thema Pferde-Fotografie einzuarbeiten.
