Es ist ganz normal, dass du als Webseiten-Betreiber gerne wissen möchtest, wer deine Webseite besucht, bzw. wieviele Besucher deine Webseite hat.
Um diese Informationen zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Datenschutz
Leider steht dein Wunsch als Webseiten-Betreiber, möglichst viele Daten über deine Webseiten-Besucher zu erhalten, im direkten Widerspruch zu Datenschutz-Vorschriften und der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, die seit seit 2018 EU-weit eingehalten werden muss).
Daher bedarf das Tracking (Verfolgen) der Besucher auf deiner Webseite besondere Maßnahmen, damit du nicht in eine Abmahn-Falle gerätst.
Google Analytics
Google Analytics ist ein fantastisches Tool um die Benutzerdaten einer Webseite auszuwerten.
Ich habe es in den Jahren vor 2018 selber sehr gerne genutzt, da es viele Informationen liefert.
Das Problem dabei
Wenn du Google Analytics auf deiner Webseite einsetzt, dann übermittelst du Daten deiner Webseiten-Besucher an Google in den USA. Dazu gehören z.B. die IP-Adresse, das verwendete Gerät (Smartphone, Tablet, Labtop, Computer, inklusive des exakten Modells), den verwendeten Browser (Explorer, Firefox etc.), und viele weitere Daten.
Diese Daten sind für Google sehr viel (Geld) wert. Sie werden mit weiteren Daten verknüpft, ausgewertet, selber verwendet und ggfls. auch verkauft.
Notwendigkeit der Zustimmung
Da du als Webseiten-Betreiber keine Einfluss darauf hast, was Google mit den Daten deiner Seiten-Besucher anstellt, musst du deine Webseiten-Besucher um Erlaubnis fragen, ob du die Daten übermitteln darfst. Dafür gibt es die allseits bekannten, lästigen Cookie-Banner. Wenn ein Webseiten-Besucher diese Erlaubnis nicht erteilt, darfst du Google Analytics nicht benutzen, diesen Besucher nicht tracken und keine Daten an Google übermitteln.
Dafür muss dein Consent-Tool (Consent = Einverständnis) korrekt konfiguriert sein und die Daten aus dem Cookie-Banner korrekt verarbeiten.
Verlässlichkeit der Daten
Wenn also ein Besucher deiner Webseite seine Einwilligung nicht erteilt, weisst du nicht, dass dieser Besucher da war und erhältst auch sonst keine Informationen.
Und da du nicht wissen kannst, wieviele Besucher keine Einwilligung erteilen, sind die Daten aus meiner Sicht praktisch nichts wert und liefern nur einen groben Anhaltspunkt.
DSGVO-konforme Alternativen
Es gibt WordPress-Plugins, die Besucherzahlen und Statistiken erfassen und trotzdem Datenschutz-konform betrieben werden können.
Diese sammeln nicht so viele Daten wie Google Analytics und bieten daher auch nicht so viele Auswertungsmöglichkeiten.
Ich habe mit den beiden folgenden, sehr unterschiedlichen Plugins persönliche Erfahrungen.
Plugin WP Statistics
WP Statistics nutze ich seit einigen Jahren auf mehreren Webseiten.
Aktuell (04/2026) werden direkt bei der Installation alle Einstellungen so gesetzt, dass es sofort und ohne Modifikationen DSGVO-konform genutzt werden kann.
Dieses Plugin sammelt verschiedenste Daten und bietet umfangreiche Auswertungen. Obwohl dieses Plugin keine Personen-bezogenen Daten sammelt und keine Daten überträgt, sollte es in die Datenschutzerklärung aufgenommen werden.
Plugin Statify
Statify ist ein sehr kleiner Besucherzähler, der nur sehr wenige Informationen sammelt.
So werden z.B. keine Besucher getrackt sondern nur Seitenaufrufe gezählt. Es gibt auch keine geografischen Informationen über die Webseiten-Besucher.
Es werden lediglich die Aufrufe einzelner Seiten / Beiträge ausgewertet sowie die verweisenden Webseiten.
Als Ergänzung zu Statify gibt es zwei weiteres Plugins:
- Statify Extended Evaluation, welches die erfassten Daten ausführlicher darstellt.
- Statify Filter, welches ermöglich, bestimmte Seiten, IP-Adresen oder Referenseiten bei der Analyse zu ignorieren. Dieses Plugin benutze ich, um die Anmeldeseite auszuschließen, damit ungerechtfertigte Anmelde-Versuche nicht gezählt werden.
Die von Statify ermittelten Werte erscheinen mir realistisch.
Ausserdem handelt es sich um ein sehr schlankes Plugin, was der Webseiten-Geschwindigkeit zu Gute kommt.
Fazit
Ich bevorzuge WP Statistics, da es mehr Auswertungsmöglichkeiten bietet.
Bei Kundenseiten hängt es davon ab, welche Art von Auswertungen meine Kunden wünschen bzw. ob sie sich für Auswertungen dieser Art überhaupt interessieren. Wenn niemand diese Daten anschaut, brauchen sie auch nicht erfasst zu werden.











